Bodybuilding im Nahen Osten

Seit es sich in den 60er und 70er Jahren von den USA aus verbreitete, ist das Bodybuilding im Laufe der Jahre rund um den Globus zu einer Art Volkssport geworden. So gibt es mittlerweile kaum mehr ein Land auf der Welt, in dem nicht tausende Menschen ihren eigenen Körper regelmäßig in einem Studio stählen, um sowohl gut auszusehen als auch körperlich fit zu bleiben. Zu diesen Ländern gehört dabei auch ein Land, das man wohl kaum vermutet hätte. So gibt es im Nahen Osten in Afghanistan viele tausende begeisterte Bodybuilder, die sich mit dem Sport von den Problemen ablenken, die in ihrem Land seit vielen Jahren herrschen. In diesem Artikel berichten wir Ihnen über das Bodybuilding in Afghanistan und erläutern dabei auch, warum die Sportart gerade hier so beliebt ist.

Die Zahlen sprechen für sich. Mehrere tausend Fitnessstudios und mehrere hundertausend begeisterte Sportler beschäftigen sich in Afghanistan Tag für Tag mit dem Bodybuilding. Dabei gibt es den Trend im Land schon seit mehreren Jahrzehnten. Bereits in den 70er Jahren begannen die ersten Pioniere damit, ihre Körper zu stählen und sich große Berge an Muskeln anzutrainieren. Es gab jedoch gerade zu Beginn viele Hürden, die der Sport zu nehmen hatte. So unterdrückte das autokratische Regime, das mit Hilfe des Militärs das Land regierte, die Sportler massiv und sah in ihrem Sport eine Kritik am Regime und eine Gefahr für die Sicherheit des Landes. Erst durch mehrere Wechsel des Regimes und eine zunehmende Öffnung des Landes für die Werte des Westens konnte der Sport die Fesseln, die ihm auferlegt worden waren, langsam abschütteln. Heute ist die Szene von Bodybuildern im Land die größte sportliche Szene überhaupt. Auch international machen die Bodybuilder Afghanistans dabei eine gute Figur und schneiden bei Wettbewerben in aller Welt regelmäßig gut ab. Zu den bekanntesten zählen dabei Yasin Qaderi und Shokrullah Helmandi.

ADD YOUR COMMENT